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Investition in Versorgungssicherheit: DESWA saniert Pumpwerk Nord und Kanalnetz

Dessau-Roßlau, 18. September 2026 – Die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA) beginnt Ende September mit einer umfangreichen Sanierungs- und Ertüchtigungsmaßnahme im Bereich des Pumpwerks Nord in Dessau-Ziebigk. Mit einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro modernisiert die DESWA einen zentralen Abschnitt des städtischen Entwässerungssystems. Die Investition dient der langfristigen Sicherung einer zuverlässigen Abwasserentsorgung, stärkt die Hochwassersicherheit und leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Boden, Grundwasser und Gewässern.

Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Erneuerung eines zentralen Knotenpunkts des Kanalnetzes. Das sogenannte Vereinigungsbauwerk führt die Hauptsammler aus der Elballee und der Kornhausstraße zusammen und leitet das ankommende Mischwasser kontrolliert zum Pumpwerk Nord weiter. Damit übernimmt es eine zentrale Funktion für die sichere Ableitung des Abwassers im nördlichen Stadtgebiet. Nach jahrzehntelangem zuverlässigem Betrieb wird das Bauwerk nun durch eine moderne und leistungsfähige Konstruktion ersetzt. Das bisherige Bauwerk mit einer Größe von rund 9 × 1,5 Metern wird durch ein neues, rund drei Meter hohes und fünf Meter langes Vereinigungsbauwerk ersetzt. Parallel dazu werden rund 240 Meter Mischwasserkanäle saniert. Dazu gehören der Hauptsammler in der Elballee, die Abschlagsleitung zur Elbe sowie die Verbindung zwischen dem Vereinigungsbauwerk und dem Pumpwerk Nord. Ergänzt wird die Maßnahme durch den Einbau eines zentralen Zulaufschieber am Pumpwerk Nord, die Erneuerung einer Druckleitung einschließlich eines Schachtbauwerks sowie den Einbau einer neuen Absperrklappe am Elbeinlauf.

„Mit dieser Investition sichern wir einen zentralen Bestandteil der Dessauer Abwasserinfrastruktur langfristig ab. Die Sanierung verbessert nicht nur die Betriebssicherheit unserer Anlagen, sondern erleichtert künftig auch Wartungsarbeiten und erhöht den Schutz von Umwelt und Gewässern. Wir investieren heute, damit unsere Infrastruktur auch in Zukunft zuverlässig funktioniert“, erklärt Matthias Basener, Geschäftsbereichsleiter der Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA).

Die Baumaßnahme ist Teil der langfristigen Instandhaltungsstrategie der DESWA. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur vorausschauend zu modernisieren und ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft zu sichern. Durch die Sanierung werden Dichtheit, Standsicherheit und Betriebssicherheit der Kanäle nachhaltig verbessert. Gleichzeitig sinkt das Risiko ungeplanter Störungen, Wartungsarbeiten können künftig effizienter durchgeführt werden und Boden sowie Grundwasser werden dauerhaft geschützt. Darüber hinaus stärkt die Maßnahme die Hochwassersicherheit des Pumpwerks Nord.

Die Umsetzung stellt hohe technische Anforderungen. Während der Bauzeit muss das Abwasser aus zwei Hauptsammlern sicher an der Baustelle vorbeigeleitet werden. Hierfür wird eine umfangreiche bauzeitliche Abwasserlenkung eingerichtet, die auch außergewöhnlich hohe Abwassermengen bewältigen kann. Zusätzlich sind aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Elbe Maßnahmen zur Grundwasserabsenkung erforderlich.

Die Bauarbeiten finden im 1. Bauabschnitt im Bereich der Kreuzung Elballee/Kornhausstraße, auf dem Betriebshof Abwasser sowie im 2. Bauabschnitt an der Deichquerung zur Elbe statt und werden für die Bauwerke in offener und für die Kanalsanierung in geschlossener Bauweise ausgeführt. Um die Arbeiten sicher durchführen zu können, sind zeitweise Verkehrseinschränkungen erforderlich. Der Parkplatz am Kornhaus bleibt während der gesamten Bauzeit erreichbar. Für den Auf- und Rückbau der bauzeitlichen Abwasserlenkung ist in der Elballee eine kurzeitige halbseitige Sperrung vorgesehen. Der Verkehr in Richtung Kornhausstraße soll in dieser Zeit über die Anliegerstraße der Elballee beziehungsweise mittels Ampelregelung geführt werden. Für den Einbau der Fertigteile des neuen Vereinigungsbauwerks muss die Einmündung der Elballee in die Kornhausstraße kurzzeitig vollständig gesperrt werden. Die Umleitung soll dann über den Parkplatz am Kornhaus erfolgen. Der Busverkehr bleibt während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten. Über die genauen Zeiträume der geplanten Straßensperrungen informiert die DESWA nochmal rechtzeitig im Vorfeld.

Besondere Sorgfalt gilt dem Schutz von Natur, Umwelt und denkmalgeschützter Bausubstanz. Die Einrichtung der Baustelle erfolgt ab 28. September 2026. Die Bauarbeiten erfolgen abschnittsweise und sind planmäßig bis Februar 2028 angesetzt. Die Bauarbeiten werden – soweit möglich – in der vegetationsfreien Zeit zwischen September und Februar ausgeführt. Darüber hinaus werden die Anforderungen des Natur- und Denkmalschutzes aufgrund der Nähe zum denkmalgeschützten Kornhaus sowie zu angrenzenden Schutzgebieten konsequent berücksichtigt.

Die DESWA wird Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende über die einzelnen Bauphasen informieren und bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Mit dieser Investition stärkt die DESWA die Leistungsfähigkeit eines zentralen Bestandteils der städtischen Abwasserinfrastruktur und schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Abwasserentsorgung in Dessau-Roßlau auch künftig sicher, zuverlässig und umweltgerecht funktioniert.

Klärbecken Kläranlage DVV

Die DESWA erneuert ab September einen zentralen Knotenpunkt ihres Kanalnetzes und saniert das Pumpwerk Nord in Dessau-Ziebigk.