Die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans erfolgt in mehreren Schritten. In der bereits abgeschlossenen Eignungsprüfung wurden die Stadtgebiete in Dessau-Roßlau hinsichtlich ihres potenziellen Wärmebedarfs sowie möglicher Wärmeversorgungsoptionen untersucht. Für Gebiete, in denen eine Versorgung über ein Wärmenetz grundsätzlich möglich erscheint, werden die Ergebnisse im weiteren Planungsprozess berücksichtigt.
Bestandsanalyse:
In diesem Schritt erfolgt die Erhebung des aktuellen Wärmebedarfs und -verbrauchs sowie der daraus resultierenden Treibhausgasemissionen. Dabei werden umfassende Informationen zu den vorhandenen Gebäudetypen, den Baualtersklassen sowie zur Versorgungsstruktur aus Gas- und Wärmenetzen, Heizzentralen und Speichern ermittelt. Zudem wird die Beheizungsstruktur der Wohn- und Nichtwohngebäude analysiert.
Potenzialanalyse:
Hierbei erfolgt die Ermittlung der Potenziale zur Energieeinsparung für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme in den Sektoren Haushalte, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen, Industrie und öffentliche Liegenschaften. Dabei werden auch die lokal verfügbaren Potenziale erneuerbarer Energien sowie Abwärmepotenziale erhoben.
Aufstellung Zielszenario:
In diesem Schritt wird ein Szenario entwickelt, das mögliche Entwicklungspfade für die zukünftige Wärmeversorgung betrachtet. Dabei orientiert sich die Planung am Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis zum Jahr 2050. Zudem wird ein Zwischenziel für 2030 festgelegt.
Wärmewendestrategie:
Schließlich erfolgt die Formulierung eines Transformationspfads zur Umsetzung des kommunalen Wärmeplans. Dieser beinhaltet ausgearbeitete Maßnahmen, Umsetzungsprioritäten sowie einen Zeitplan für die nächsten Jahre. Darüber hinaus wird eine Beschreibung möglicher Maßnahmen zur Erreichung der erforderlichen Energieeinsparung und zum Aufbau der zukünftigen Energieversorgungsstruktur bereitgestellt.