Stadtwerke Dessau verlängern Partnerschaft mit dem 1. LAC Dessau: 9. DVV Stadtwerke Cup im Paul-Greifzu-Stadion

Dessau-Roßlau, 30. April 2026 – Am 09. Mai 2026 ist es wieder soweit: Der 9. DVV Stadtwerke Cup findet im Paul Greifzu-Stadion statt. Organisiert vom 1. LAC Dessau und unterstützt von den Stadtwerke Dessau, verspricht der diesjährige Wettkampf wieder spannende Duelle in der Leichtathletik. Kinder und Jugendliche der Altersklassen U10 bis U18 werden ihr sportliches Können unter Beweis stellen.

Gleichzeitig setzen die Stadtwerke Dessau ihr Engagement für den regionalen Sport fort und verlängern den Sponsoringvertrag mit dem 1. LAC Dessau um ein weiteres Jahr. Die feierliche Übergabe des neuen Vertrags erfolgt im Rahmen der Veranstaltungseröffnung durch Stadtwerke Geschäftsführer Dino Höll an die stellvertretende Vereinsvorsitzende Manja Matthias. Mit der Verlängerung unterstreichen die Stadtwerke ihre langjährige Verbundenheit mit dem Verein und dessen kontinuierliche Arbeit in der Nachwuchsförderung.

Der Stadtwerke Cup dient nicht nur als sportlicher Höhepunkt, sondern auch als wichtige Vorbereitung auf die Landes- und Mitteldeutschen Meisterschaften. Besonders für die jüngsten Athletinnen und Athleten bietet sich hier die Gelegenheit, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Der Startschuss fällt um 9:00 Uhr. Auf dem Programm stehen zahlreiche Disziplinen, darunter 50-, 75-, 100- und 800-Meter-Läufe, Weitsprung sowie Schlagball- und Speerwerfen. Als besondere Erweiterung wurden Kugelstoßen und Hochsprung für die Altersklassen U14 und U16 in den Wettbewerb integriert.

„Die Förderung des Sports und insbesondere die Nachwuchsarbeit liegen uns sehr am Herzen. Der Stadtwerke Cup zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, jungen Menschen eine Bühne für ihre sportliche Entwicklung zu bieten. Wir sind stolz darauf, den 1. LAC Dessau bei dieser wertvollen Arbeit zu unterstützen“, betont Geschäftsführer Dino Höll.

Auch Vereinsvorsitzender Axel Weder unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft: „Wir sind sehr dankbar für die verlässliche Unterstützung durch die Stadtwerke Dessau. Das Sponsoring gibt uns Planungssicherheit und ermöglicht es uns, optimale Trainingsbedingungen für unsere Athletinnen und Athleten zu schaffen.“

Der 1. Leichtathletikclub Dessau e.V. wurde 2001 gegründet und zählt heute rund 400 Mitglieder. Als anerkannter Landesleistungsstützpunkt steht der Verein für erfolgreiche Nachwuchsarbeit und sportliche Entwicklung auf hohem Niveau – stets verbunden mit Freude an Bewegung und Gemeinschaft. Die Stadtwerke Dessau und der 1. LAC Dessau laden alle Sportinteressierten herzlich ein, am 09. Mai ab 9:00 Uhr im Paul-Greifzu-Stadion dabei zu sein und die jungen Talente lautstark zu unterstützen.

Siegerehrung beim DVV-Stadtwerke Cup 2025

Siegerehrung beim DVV Stadtwerke Cup 2025 (Foto: Stadtwerke Dessau)

Gartenwasserzähler beantragen – Gebühren sparen bei der Gartenbewässerung

Wer auf seinem Grundstück oder in seinem Garten größere Mengen Trinkwasser zur Bewässerung von Pflanzen oder für ähnliche Zwecke nutzt und dieses Wasser nachweislich nicht in die öffentliche Abwasseranlage einleitet, kann die Installation eines zusätzlichen Wasserzählers (Gartenwasserzähler) zum Hauptzähler beantragen.

Für die über diesen Zähler erfasste Wassermenge fallen keine Schmutzwassergebühren an.

Der Einbau eines Gartenwasserzählers ist schriftlich zu beantragen. Bitte laden Sie dazu das entsprechende Formular herunter, füllen Sie es vollständig aus und senden Sie es an uns zurück.

👉 Zum Formular 
📧 E-Mail: zaehlerwesen@dvv-dessau.de

Erneuerung Trinkwasserleitung im Bereich „Am Judengraben“ in Mildensee

Dessau-Roßlau, 28. April 2026 – Im Zuge einer Leitungserneuerung führt die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA) im Mai 2026 notwendige Arbeiten zur Teilsanierung der Rohwasserleitung sowie zur Erneuerung einer Trinkwasserleitung im Bereich „Am Judengraben“ im Ortsteil Mildensee der Stadt Dessau-Roßlau durch.

Die Maßnahme ist im Zeitraum vom 07.05.2026 bis 22.05.2026 vorgesehen und betrifft die Versorgung der Ortsteile Mildensee (hauptsächlich Gewerbegebiet Mildensee), Kleutsch und Sollnitz. Die sichere Trinkwasserversorgung ist während der gesamten Maßnahme gewährleistet.

Während der Arbeiten kann es vorübergehend zu Druckschwankungen im Trinkwassernetz sowie durch die Ablösung natürlicher Ablagerungen zu einer ungefährlichen Braunfärbung des Trinkwassers kommen. Die DESWA weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Wasserverfärbung gesundheitlich unbedenklich ist und die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigt wird.

Die DESWA bittet alle betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibenden um Verständnis für die notwendigen Arbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen.

Mehr Effizienz und Komfort: DVG führt Bedarfshalt im Straßenbahnverkehr ein

Dessau-Roßlau, 24. April 2026 – Die Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) modernisiert ihren Straßenbahnbetrieb und führt ab Montag, dem 4. Mai 2026, im gesamten Netz den sogenannten Bedarfshalt ein. Damit treibt das Unternehmen die Weiterentwicklung eines effizienten, umweltfreundlichen und kundenorientierten öffentlichen Nahverkehrs konsequent voran.

Künftig halten Straßenbahnen nur noch dann an Haltestellen, wenn tatsächlich ein Bedarf besteht. Fahrgäste, die aussteigen möchten, werden gebeten, ihren Haltewunsch rechtzeitig durch Drücken des Tasters „Halt“ anzuzeigen. Die Haltewunschtaster sind gut sichtbar in Türnähe sowie im Kinderwagen- und Rollstuhlfahrerbereich angebracht. Fahrgäste an den Haltestellen, die zusteigen möchten, werden vom Fahrpersonal wie gewohnt erkannt und zuverlässig mitgenommen.

Das Prinzip ist im Busverkehr seit vielen Jahren bewährt und wird nun konsequent auf den Straßenbahnbereich übertragen. Betrieblich notwendige Stopps – etwa zur Sicherung von Anschlüssen, zur Einhaltung des Fahrplans oder bei Personalwechseln – erfolgen weiterhin unabhängig vom Bedarf.

Mit der Einführung des Bedarfshalts verfolgt die DVG mehrere Ziele: Durch die Reduzierung unnötiger Brems- und Anfahrvorgänge sinkt der Energieverbrauch im Fahrbetrieb deutlich. Da insbesondere das Anfahren besonders stromintensiv ist, trägt jeder vermiedene Halt zur Einsparung von Energie und Kosten bei. Zudem können Abnutzungserscheinungen an Fahrzeugen und Schienen durch unnötige Bremsvorgänge reduziert werden. Gleichzeitig profitieren Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Strecken von einer geringeren Geräuschentwicklung durch einen gleichmäßigeren Fahrfluss. Die verlässliche Erreichbarkeit aller Haltestellen bleibt dabei uneingeschränkt gewährleistet.

Die DVG knüpft mit dieser Maßnahme an positive Erfahrungen anderer Städte wie Halle und Magdeburg an, in denen der Bedarfshalt bereits erfolgreich eingeführt wurde.

Bedarfshalt im Straßenbahnverkehr

Ab dem 04. Mai 2026 wird im Straßenbahnverkehr der Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) ein neues Bedienkonzept eingeführt: An Haltestellen wird nur noch bei Bedarf angehalten, also nur noch, wenn jemand ein- oder aussteigen möchte.

Dieses sogenannte Bedarfshalte-System ist vielen Fahrgästen bereits aus dem Busverkehr vertraut. Auch zahlreiche Verkehrsbetriebe in Deutschland setzen dieses Prinzip erfolgreich ein, um den Betrieb effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Fahrkomfort zu verbessern.

Warum wird der Bedarfshalt eingeführt?

Mit dem Bedarfshalt verfolgen wir mehrere Ziele:

  • Mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit: Weniger unnötige Stopps sorgen für einen stabileren Fahrplan.
  • Bessere Anschlusssicherung: Gleichmäßigere Fahrzeiten erleichtern das Umsteigen.
  • Energieeinsparung & Umweltschutz: Jeder vermiedene Halt spart Energie – besonders das Anfahren ist sehr stromintensiv.
  • Weniger Lärm und Verschleiß: Reduzierte Brems- und Anfahrvorgänge schonen Fahrzeuge, Schienen und entlasten Anwohner.
Grafik zum Bedarfshalt

So funktioniert der Bedarfshalt

Für Fahrgäste im Fahrzeug

  • Bitte rechtzeitig den Haltewunsch-Taster drücken, wenn Sie aussteigen möchten.
  • Die Taster befinden sich gut sichtbar im Türbereich aller Straßenbahnen.

Für Fahrgäste an der Haltestelle

  • Zeigen Sie Ihre Einstiegsabsicht durch sichtbares Warten an der Haltestelle.
  • Die Straßenbahn hält automatisch, wenn Fahrgäste erkennbar zusteigen möchten.

Bedarfshalt - allgemeine Fragen

Was bedeutet „Bedarfshalt“ genau?

Eine Haltestelle wird nur dann angefahren, wenn:

  • im Fahrzeug ein Haltewunsch ausgelöst wurde
    oder
  • an der Haltestelle wartende Fahrgäste sichtbar sind
Muss ich jetzt immer den Haltewunsch drücken?

Ja – wenn Sie aussteigen möchten, ist das Drücken des Tasters erforderlich.

Im dichten Stadtverkehr wird oft ohnehin gehalten, da viele Fahrgäste ein- oder aussteigen.
Wichtig ist der Haltewunsch vor allem dann, wenn niemand an der Haltestelle wartet.

Was passiert, wenn ich den Haltewunsch nicht drücke?

Wenn kein Haltewunsch vorliegt und niemand an der Haltestelle steht, kann die Straßenbahn ohne Halt weiterfahren.

Hält die Straßenbahn, wenn ich an der Haltestelle warte?

Ja. Sobald Fahrgäste klar erkennbar warten, wird die Haltestelle bedient – auch ohne Haltewunsch im Fahrzeug.

Was gilt für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste?

Uns ist bewusst, dass das Erreichen der Tür während der Fahrt schwierig sein kann.

  • In jeder Straßenbahn gibt es besonders gekennzeichnete Sitzplätze in Türnähe
  • Dort sind Haltewunsch-Taster leicht erreichbar

Falls diese Plätze belegt sind:

  • Bitten Sie bitte andere Fahrgäste um Unterstützung beim Drücken des Tasters
Wurde das Fahrpersonal vorbereitet?

Ja. Unser Fahrpersonal wurde umfassend geschult und ist insbesondere in der Anfangsphase darauf eingestellt, vorausschauend zu fahren, um auch kurzfristige Haltewünsche zu berücksichtigen.

Gibt es weiterhin feste Stopps?

Ja. Betrieblich notwendige Halte erfolgen weiterhin unabhängig vom Bedarf, zum Beispiel:

  • zur Sicherung von Anschlüssen
  • zur Einhaltung des Fahrplans
  • bei Personalwechseln

Stadtwerke Dessau und Novocarbo unterzeichnen langfristigen Wärmeliefervertrag

Die Stadtwerke Dessau und Novocarbo treiben gemeinsam die Dekarbonisierung kommunaler Wärmeversorgung weiter voran: Mit dem langfristigen Wärmeabnahmevertrag entsteht in Dessau-Roßlau ein neuer Standort, der erneuerbare Wärme für das Fernwärmenetz liefert und Pflanzenkohle für mehr Klimaschutz produziert.

Hamburg/Dessau-Roßlau. Die Stadtwerke Dessau haben mit dem Climate-Tech-Unternehmen Novocarbo und deren Obergesellschaft Hevella Carbon einen langfristigen Wärmeabnahmevertrag geschlossen. Novocarbo plant im Zuge dessen den Carbon Removal Park Dessau. Nach Beschluss des Aufsichtsrates wurde die Vereinbarung im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Robert Reck, Stadtwerke-Geschäftsführer Dino Höll sowie Geschäftsführer der Novocarbo GmbH Dr. Karl Reinhard Kolmsee geschlossen.

Der Vertrag sieht eine jährliche Liefermenge von bis zu 13,5 Gigawattstunden (GWh) vor, die den wirtschaftlichen und kontinuierlichen Betrieb der Anlage über eine Laufzeit von 15 Jahren ab Inbetriebnahme sicherstellen soll. Im Gegenzug wird die Fernwärmeversorgung GmbH Dessau die bereitgestellte grüne Fernwärme abnehmen. Die Inbetriebnahme ist derzeit spätestens zum 1. Januar 2028 geplant. Damit entsteht für die Region eine langfristig planbare, fossilarme Wärmequelle.

„Mit diesem Vertrag gehen wir einen wichtigen nächsten Schritt in der Weiterentwicklung unserer Wärmeversorgung hin zur Klimaneutralität“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Robert Reck. „Die Nutzung innovativer Technologien und regionaler Potenziale ist ein starkes Signal für aktiven Klimaschutz vor Ort“, so Reck.

Biochar Carbon Removal als nachhaltig zirkulärer Infrastrukturansatz

Im Zentrum des Projekts steht das Verfahren Biochar Carbon Removal (BCR). Dabei werden im Carbon Removal Park Dessau biogene Reststoffe wie beispielsweise Holzhackschnitzel oder Fruchtkerne durch Pyrolyse in Pflanzenkohle und erneuerbare Wärme umgewandelt. Der natürliche Kohlenstoff bleibt stabil in der Pflanzenkohle gebunden und schafft die Grundlage für dauerhafte CO₂-Speicherung in nachgelagerten Anwendungen.

Durch die hohen Pyrolysetemperaturen von 600-700°C entsteht zudem nutzbare Abwärme, die in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Dank der Verwertung organischer Reststoffe ergibt sich ein zirkuläres Modell, in dem bestehende Ressourcen sinnvoll wiederverwertet anstatt entsorgt werden. Ein Ansatz, der insbesondere für Kommunen und Industrie zunehmend an Bedeutung gewinnt.

„Dessau-Roßlau ist ein starkes Beispiel dafür, wie regionale Partnerschaften die Dekarbonisierung voranbringen können – und wie wir weiter mit lokaler Biomasseverarbeitung und Energieversorgung die Region gezielt stärken wollen“, sagt Dr. Karl Kolmsee, Geschäftsführer von Novocarbo.

Pflanzenkohle: ein innovativer Rohstoff für die Bundesgartenschau 2035?

Neben der Wärmeerzeugung produziert Novocarbo an ihren Standorten Pflanzenkohle mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. In der Landwirtschaft und urbaner Begrünung verbessert sie Bodenstruktur sowie Wasser- und Nährstoffnutzung und unterstützt dabei die Biodiversität.

Vor diesem Hintergrund bildet die geplante Bundesgartenschau 2035 in Dessau-Roßlau eine ideale Kulisse für zukunftsgedachte Gärten. Pflanzenkohle kann als Bestandteil moderner Substrate dazu beitragen, klimaresiliente Grünflächen und Böden sowie CO2-Speicherung im urbanen Raum umzusetzen, und so innovative Ansätze direkt sichtbar und erlebbar machen.

Über Bodenanwendungen hinaus eröffnet Pflanzenkohle auch in der Bauindustrie neue Chancen. Als Zusatzstoff beispielsweise im Asphalt kann sie fossile Materialien teilweise ersetzen und zur Entwicklung emissionsärmerer Baustoffe sowie Verbesserung der Materialeigenschaften beitragen.

Beitrag zur kommunalen Wärmewende

Mit der geplanten Anlage wird ein wichtiger Baustein zur klimafreundlichen Wärmeversorgung geschaffen und das Fernwärmenetz zuverlässig ergänzt. Gleichzeitig profitieren die Bürgerinnen und Bürger in Dessau-Roßlau von einer langfristig sicheren und zunehmend regenerativen Wärmeversorgung.

„Die Nutzung unvermeidbarer Abwärme aus der Pflanzenkohleproduktion ist ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz. So können wir fossile Energieträger schrittweise durch innovative Wärmequellen ersetzen und unsere Fernwärmeversorgung nachhaltig in Richtung Klimaneutralität weiterentwickeln“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dino Höll.

Die Zusammenarbeit schafft Planungssicherheit und unterstützt den kontinuierlichen Ausbau treibhausgasarmer Wärmequellen in Dessau-Roßlau. Grundlage hierfür sind die kommunale Wärmeplanung der Stadt Dessau-Roßlau sowie der Fernwärme-Transformationsplan der Stadtwerke Dessau. Dieser beschreibt den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung und sieht vor, bis 2030 mindestens 30 Prozent erneuerbare Energien oder unvermeidbare Abwärme in das System zu integrieren. Er baut auf dem energie- und klimapolitischen Leitbild der Stadt Dessau-Roßlau auf, das eine deutliche Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch vorsieht.

Dr. Karl Reinhard Kolmsee (Novocarbo) und Dino Höll (DVV)

Dr. Karl Reinhard Kolmsee von Novocarbo und Dino Höll von den Stadtwerken Dessau bei der Vertragsunterzeichnung. (Foto: Stadtwerke Dessau)

Mitglieder des Aufsichtsrates

Die Mitglieder des Aufsichtsrates bei der Unterzeichnung des langfristigen Wärmeliefervertrag zwischen den Stadtwerke Dessau und der Novocarbo / Hevella Carbon (Foto: Stadtwerke Dessau)

Geänderte Streckenführung im Busverkehr ab 10.04.2026

Geänderte-Verkehrsführung-Bus-16-N2-N3-ab.10.04.2026

Dessau-Roßlau, 07. April 2026 – Ab dem 10. April 2026 kommt es mit Fahrplanbeginn zu Anpassungen auf den bewährten Streckführungen der Buslinien 16, N2 und N3. Hintergrund ist die lebendige Entwicklung des Veranstaltungsangebots im Bereich Marktplatz und Zerbster Straße, die eine flexible Nutzung dieses zentralen Stadtbereichs erforderlich macht.

Künftig verkehren die Busse nicht mehr über die Zerbster Straße. In diesem Zuge entfallen die Haltestellen „Rathaus“ sowie „Zerbster Straße“ in der Fußgängerzone. Gleichzeitig wird das Angebot für die Fahrgäste durch alternative Haltepunkte sinnvoll ergänzt: Die Haltestellen „Bauhausmuseum“, „Georgenkirche“ und „Nantegasse“ werden neu in die Streckenführung integriert. Darüber hinaus wird die Haltestelle „Rathaus“ in der Muldstraße neu bedient.

Mit der Anpassung reagiert die Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) auf die zunehmende Attraktivität der Innenstadt als Veranstaltungsort sowie auf die erforderlichen Maßnahmen zur Platzierung von Überfahrsperren. Die dauerhaft angepasste Streckenführung reduziert häufige Änderungen im Linienverlauf, macht das Angebot für Fahrgäste übersichtlicher und gewährleistet eine verlässliche, konstante Linienführung im Betriebsablauf.

Fahrgäste werden gebeten, die Aushänge an den Haltestellen zu beachten.

Stadt Dessau-Roßlau und Stadtwerke Dessau treiben Wärmewende gemeinsam voran – kommunaler Wärmeplan und Fernwärme-Transformationsplan

Dessau-Roßlau, 26. März 2026 – Die Transformation der Wärmeversorgung gehört zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre: Steigende Anforderungen an den Klimaschutz, gesetzliche Vorgaben und das Ziel dauerhaft bezahlbarer Energie machen einen grundlegenden Umbau der bestehenden Systeme erforderlich. In Dessau-Roßlau stellen sich die Stadt und die Stadtwerke Dessau dieser Aufgabe gemeinsam und gestalten die Wärmewende aktiv und vorausschauend.

Zentrale Grundlage ist die kommunale Wärmeplanung der Stadt, mit der Dessau-Roßlau eine Vorreiterrolle einnimmt. Nach dem Wärmeplanungsgesetz ist die Stadt verpflichtet, bis spätestens Mitte 2028 einen kommunalen Wärmeplan zu erarbeiten. Dessau-Roßlau hat diesen Prozess frühzeitig gestartet und damit die Weichen für eine strukturierte Wärmewende gestellt. Der Wärmeplan definiert den strategischen Rahmen für eine langfristig bezahlbare, treibhausgasneutrale und versorgungssichere Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. Er zeigt auf, wie die Wärmeversorgung kosteneffizient und klimafreundlich ausgestaltet werden kann und differenziert danach, in welchen Stadtgebieten der Ausbau oder die Verdichtung von Wärmenetzen sinnvoll ist und wo dezentrale Lösungen wirtschaftliche Vorteile bieten. Die Stadt hat den Planungsprozess frühzeitig breit angelegt und Bürgerinnen und Bürger, Träger öffentlicher Belange sowie weitere Akteure umfassend beteiligt. Der Stadtrat hatte den Entwurf bereits im September 2025 zur öffentlichen Auslegung beschlossen, die Beteiligung erfolgte im Oktober. Der finale Beschluss des kommunalen Wärmeplans wird im Mai 2026 erwartet. Dabei erfolgte die Erstellung des kommunalen Wärmeplans in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen der Stadt, den Stadtwerken und allen beteiligten Stakeholdern der Kommune.

Aufbauend auf diesen strategischen Leitlinien konkretisieren die Stadtwerke Dessau mit ihrem Fernwärme-Transformationsplan die praktische Umsetzung für das bestehende Fernwärmesystem. Der Ende 2025 vom Aufsichtsrat bestätigte Plan beschreibt den technischen, wirtschaftlichen und zeitlichen Umbau der Fernwärmeversorgung mit dem Ziel, diese bis spätestens 2045 vollständig klimaneutral zu gestalten. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben soll der Anteil erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme bis 2030 mindestens 30 Prozent und bis 2040 mindestens 80 Prozent betragen. Derzeit werden etwa 92 Prozent der Fernwärme mittels effizienter Kraft-Wärme-Kopplung im Heizkraftwerk „An der Fine“ erzeugt. Im Rahmen des Fernwärmetransformationsplans soll das Kraftwerk bis zum Jahr 2045 auf den Einsatz von Wasserstoff (H₂-ready) umgestellt werden. Bereits für die Erreichung der ersten Ausbaustufe von 30 Prozent grüner Energie bis 2030 sind erhebliche Aufwendungen für die Umgestaltung der Wärmeerzeugung erforderlich. Für die Modernisierung und Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung planen die Stadtwerke Dessau Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 135 Millionen Euro bis zum Jahr 2041. Voraussetzung für eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung ist dabei die Einwerbung von Fördermitteln, um die Wärmepreise für die Bürgerinnen und Bürger langfristig stabil und bezahlbar zu halten.

Im Zentrum des Transformationsplans steht der schrittweise Aufbau eines dezentralen und zunehmend grünen Erzeugungsparks. Dieser basiert auf innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Großwärmepumpen sowie der Nutzung industrieller Abwärme. Für die drei geplanten Anlagen der innovativen Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) konnten bereits Förderzuschläge gesichert werden. Am Standort Zoberberg ist der Baubeginn für das dritte Quartal 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Anlage mit einer erwarteten Wärmeerzeugung von rund 5,2 Gigawattstunden pro Jahr soll bis Ende 2027 erfolgen. Weitere Anlagen mit zusätzlichen Kapazitäten von zusammen etwa 5,7 Gigawattstunden jährlich sind im Bereich Waggonbau sowie in der Waldsiedlung geplant und werden in den kommenden Jahren umgesetzt.

Ein weiterer wesentlicher Baustein ist die geplante Errichtung einer Großwärmepumpe an der Kläranlage. In Verbindung mit einer neuen Fernwärmetrasse von rund 3,4 Kilometern Länge, die das Klärwerk mit weiteren Versorgungsbereichen in Dessau-Ziebigk bis zum Flugplatz verbindet, soll ein zusätzlicher Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung geleistet werden. Der Beschluss zum Bau der Großwärmepumpe wird in den kommenden Wochen den städtischen Gremien sowie dem Aufsichtsrat vorgelegt. Parallel dazu beantragen die Stadtwerke für dieses Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 27,5 Millionen Euro Fördermittel im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Als eigene Anlage der Stadtwerke ermöglicht die Großwärmepumpe eine flexible Steuerung der Wärmeerzeugung und erhöht zugleich die Unabhängigkeit von externen Energiequellen.

Die Einbindung industrieller Abwärme ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des künftigen grünen Erzeugungsparks. Auch die Nutzung von Abwärme aus der am Standort Dessau-Roßlau geplanten Algenfabrik wird im Fernwärme-Transformationsplan weiterhin als Option berücksichtigt. Eine Umsetzung setzt jedoch wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen voraus, über die bislang keine Einigung erzielt werden konnte.

Parallel dazu wird auch das Fernwärmenetz gezielt weiterentwickelt. Im Norden Dessaus wurde ein Gebiet mit hoher Wärmedichte identifiziert, das sich besonders für den Ausbau der Fernwärme eignet und perspektivisch vollständig erschlossen werden soll. Die entsprechenden Planungen erfolgen in enger Abstimmung zwischen Stadt, Stadtwerken und den zuständigen Gremien, Fördermittel hierfür wurden bereits beantragt. Mit der zunehmenden Integration erneuerbarer Energien sind zudem technische Anpassungen im Fernwärmesystem erforderlich. Da regenerative Energiequellen auf einem niedrigeren Temperaturniveau arbeiten, wird eine schrittweise Absenkung der Vor- und Rücklauftemperaturen im Netz ab Mai 2025 notwendig. Diese Umstellung ist Voraussetzung für einen effizienten und klimafreundlichen Betrieb und wird in mehreren Stufen bis 2030 umgesetzt.

Die Stadt Dessau-Roßlau und die Stadtwerke Dessau verfolgen mit ihrem abgestimmten Vorgehen das gemeinsame Ziel, die Wärmewende verantwortungsvoll zu gestalten. Alle wesentlichen Vorhaben werden dabei transparent vorbereitet und eng mit den zuständigen politischen Gremien abgestimmt. Im Mittelpunkt steht eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung, die auch langfristig für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleibt. Die Stadtwerke Dessau verstehen sich dabei als verlässlicher Partner und aktiver Gestalter dieses Transformationsprozesses und arbeiten intensiv an der Umsetzung der Maßnahmen sowie an der Sicherung der notwendigen Fördermittel.

Ansicht einer Großwärmepumpe

Beispiel für eine Großwärmepumpe (Quelle: Wien Energie)

Ansicht der zukünftigen iKKW-Anlage

Visualisierung der geplanten iKWK-Anlage in der Waldsiedlung (Foto: zein.architekten / Stadtwerke Dessau)

Ausstellungseröffnung im Saal der Stadtwerke Dessau

Dessau-Roßlau, 23. März 2026 – Am 26. März 2026 um 11 Uhr eröffnen die Künstlerin Anke Schön-Erhart und der Maler Ronny Claus ihre gemeinsame Ausstellung „Das Kunstabenteuer zwischen Fantasie und Realität“ im Saal der Stadtwerke Dessau. Die Ausstellung ist bis zum 21. August 2026 während der Öffnungszeiten des Kundencenters in der Albrechtstraße 48 zu besichtigen: Montag bis Donnerstag von 8:00–16:30 Uhr sowie Freitag von 8:00–13:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ronny Claus, 1976 in Wolfen geboren, studierte Landschaftsarchitektur und ist seit 2004 freiberuflich tätig. Sein künstlerisches Spektrum reicht von Leinwandmalerei bis zu Fassadengestaltungen. Im Jahr 2020 wurde er zum Kulturbotschafter der Stadt Bitterfeld-Wolfen ernannt. Zu seinen bisherigen Ausstellungsstationen zählen unter anderem „Kunst im Gewölbe“ im Rathauskeller Bitterfeld sowie „Kunst im Speicher“ im Wasserzentrum Bitterfeld.

Anke Schön-Erhart, 1967 in Brehna geboren, lebt und arbeitet in Holzweißig. Nach ihrer Ausbildung als Elektronikerin und Malerin ist sie seit 1995 vor allem in der Wand- und Illusionsmalerei tätig. Weiterbildungen zur Gestalterin im Handwerk und zur Kunsttherapeutin erweitern ihr künstlerisches Profil. Seit 2004 arbeitet sie freiberuflich, insbesondere in den Bereichen Wand- und Fassadenmalerei sowie in der Durchführung von Malkursen. Ihre Werke wurden unter anderem in der Handwerkskammer Halle, der Stadtkirche Brehna, im Künstlerhaus 188 in Halle, im Wasserzentrum Bitterfeld sowie zuletzt 2025 bei „Kunst im Gewölbe“ in Bitterfeld gezeigt. Zudem beteiligte sie sich mehrfach an der Aktion „Offenes Atelier“ Sachsen-Anhalt.

Mit der Ausstellung möchten die Stadtwerke allen Kunstinteressierten die Möglichkeit geben, Kunst aus Anhalt kennenzulernen und zu erleben. „Als regional verwurzeltes Unternehmen ist es uns ein besonderes Anliegen, kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen und Künstlerinnen und Künstler aus der Region zu unterstützen, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Dino Höll. „Mit Ausstellungen wie dieser schaffen wir einen offenen Raum für Inspiration und Austausch und laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, daran teilzuhaben“, ergänzt Höll. Die Stadtwerke Dessau engagieren sich seit vielen Jahren für die regionale Kunstszene. Sie unterstützen nicht nur den Anhaltischen Kunstverein Dessau e. V., der bereits zahlreiche Ausstellungen im Saal der Stadtwerke kuratierte, sondern fördern auch freischaffende und aufstrebende Künstlerinnen und Künstler der Region.

Bewerbungsstart für das FSJ Kultur in der Denkmalpflege am Mausoleum Dessau

Dessau-Roßlau, 23. März 2026 – Der Förderverein Mausoleum Dessau e. V. ruft erneut zur Bewerbung für ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur in der Denkmalpflege (FSJK) am Mausoleum Dessau auf. Für den Zeitraum vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2027 werden engagierte Jugendliche gesucht, die Teil des neuen FSJ-Jahrgangs am historischen Mausoleum werden möchten.

Ab September wird bereits das zehnte Team die Erfolgsgeschichte der Jugendbauhütte am Mausoleum fortschreiben. Jährlich leisten drei Freiwillige über 12 Monate einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des stadtbildprägenden Bauwerks. Das FSJ richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren und bietet die Möglichkeit, praktische Kenntnisse in der Denkmalpflege zu erwerben sowie sich beruflich zu orientieren. Neben der täglichen Arbeit gehören fachliche und persönlichkeitsbildende Seminare zum Programm. Die Freiwilligen arbeiten werktags von 7:00 bis 15:45 Uhr unter fachlicher Anleitung von Klaus-Dieter Mehlhorn, der die Einsatzstelle seit vielen Jahren betreut. Die Teilnehmenden erhalten ein monatliches Taschengeld, sind sozialversichert und haben Anspruch auf 26 Urlaubstage. Teamarbeit sowie der Austausch mit anderen FSJlerinnen und FSJlern sind feste Bestandteile des Jahres. Bewerbungen mit Anschreiben, Lebenslauf und einer Kopie des letzten Zeugnisses können per E-Mail an jbhmausoleumdessau@gmail.com gesendet werden.

Die Einsatzstelle der Jugendbauhütte Quedlinburg am Mausoleum Dessau besteht seit 2017. Jahr für Jahr arbeiten die Teams an der Instandhaltung und Restaurierung des Areals. Die Aufgaben sind vielseitig und reichen von Maurerarbeiten über Konservierungsmaßnahmen bis hin zur Pflege der Außenanlagen. In den vergangenen Jahren konnten bereits zahlreiche Projekte umgesetzt werden, darunter die denkmalgerechte Instandsetzung der Freitreppe, der Umfassungsmauer, der Grünanlagen sowie des zentralen Springbrunnens. Darüber hinaus wurden Räume auf der Ostseite des Mausoleums zum Teil freigelegt sowie der Mosaikboden und die Marmorfliesen in der Altarapsis gereinigt und restauriert.

Die Jugendbauhütte am Mausoleum ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie sich junge Menschen aktiv und mit großem Engagement für den Erhalt des kulturellen Erbes einsetzen. Gleichzeitig bietet das Freiwillige Soziale Jahr eine ideale Möglichkeit, praktische Erfahrungen mit der Berufs- und Ausbildungsorientierung zu verbinden. Möglich wird das Projekt durch die enge Kooperation zwischen der Stadt Dessau-Roßlau und dem Förderverein Mausoleum Dessau e. V.: Die Stadt sichert die Finanzierung der Jugendbauhütte und unterstützt das Projekt organisatorisch unter Einbindung der beteiligten Ämter. Der Förderverein fungiert als Betreiber der Einsatzstelle und koordiniert die fachliche Umsetzung. Träger des FSJ Kultur in der Denkmalpflege sind die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd), Referat FSJ Kultur in der Denkmalpflege, Jugendbauhütte Sachsen-Anhalt. Kooperations- und Finanzierungspartner ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Bild Mausoleum

Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn startet wieder zum Frühlingserwachen in die Saison. (Foto: Max Berger)