Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH tritt Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft bei

Dessau-Roßlau, 11. Mai 2026 – Die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH (DESWA) ist dem Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft beigetreten. Damit verstärkt das kommunale Unternehmen sein Engagement für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in Mitteldeutschland. Heute fand das Auftakttreffen des Arbeitskreises 5 „Entwicklung und Substanzwerterhaltung wasserwirtschaftlicher Infrastruktur“ in Halle (Saale) statt.

Das Kompetenzzentrum wurde 2023 gegründet, um den Wandel der Branche angesichts von Klimawandel, steigenden Umweltanforderungen und wachsendem Nutzungsdruck aktiv zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Idee, Wasser als lebenswichtige und zugleich begrenzte Ressource nur gemeinsam nachhaltig bewirtschaften zu können. Das Netzwerk vernetzt Akteure aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und fördert den Transfer von Forschung in die Anwendung. Ziel ist die Entwicklung innovativer und tragfähiger Lösungen, die in konkreten Projekten umgesetzt werden.

Unter der Leitung von Jörg Schulze und Ulf-Marten Schmieder bündelt das Netzwerk fachliche Expertise in zentralen Handlungsfeldern – von Wasserversorgung und Gewässerschutz über Energieeffizienz bis hin zu Klimaanpassung, Niederschlagsmanagement und Infrastrukturentwicklung. Dabei soll die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gehoben werden: Forschungsergebnisse gelangen schneller in die Praxis, Innovationen werden gezielt gefördert und Lösungen in Modell- und Pilotprojekten erprobt. Angesichts von Klimawandel, steigenden Umweltanforderungen und zunehmendem Nutzungsdruck auf die Ressource Wasser gewinnt dieser Ansatz weiter an Bedeutung.

Engagement aus Verantwortung

Für die Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH ist der Beitritt ein folgerichtiger Schritt. Das Unternehmen versteht Wasser als zentrale Lebensgrundlage und sieht sich in der Verantwortung, diese langfristig zu sichern. Treiber sind neben den Folgen des Klimawandels auch wachsende regulatorische Anforderungen sowie die Ziele der nationalen Wasserstrategie. „Die Herausforderungen der Wasserwirtschaft lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Das Kompetenzzentrum bietet dafür die passende Plattform“, sagt Matthias Basener, Geschäftsbereichsleiter der DESWA.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Dessau gewährleistet die DESWA die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Dessau-Roßlau. Grundlage ist eine leistungsfähige Infrastruktur mit rund 460 Kilometern Trinkwassernetz und etwa 550 Kilometern Kanalnetz. Jährlich werden rund 3,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an Haushalte und Gewerbe geliefert. Die Versorgung erfolgt über drei eigene Wasserwerke sowie ergänzend durch Fernwasser. Trinkwasserspeicher mit einem Volumen von rund 36.000 Kubikmetern sichern die Versorgung auch bei Spitzenlasten. Die Abwasserbehandlung erfolgt in der zentralen Kläranlage in Dessau-Ziebigk auf modernstem technischen Stand. Durch kontinuierliche Investitionen – etwa in die Erneuerung der Klärschlammentwässerung und der Steuerungstechnik – steigert die DESWA Effizienz und Ressourcenschonung und entwickelt ihre Anlagen fortlaufend weiter.

Mit dem Beitritt will die DESWA ihre Praxiserfahrung einbringen und zugleich Impulse aus Forschung und Entwicklung aufnehmen. So sollen innovative Lösungen schneller umgesetzt, die Versorgungssicherheit langfristig gestärkt und die wasserwirtschaftliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt aktiv mitgestaltet werden.