Ankündigung Warnstreik im Nahverkehr vom 19. März bis 22. März

Dessau-Roßlau, 17. März 2026 – Die Gewerkschaft ver.di hat für Donnerstag, den 19. März 2026, ab Betriebsbeginn bis Sonntag, den 22. März 2026, bis Betriebsende zu einem Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Von diesem Warnstreik ist auch die Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) betroffen. Die DVG wurde von ver.di über den angekündigten Warnstreik informiert. Wir nehmen das Streikrecht der Beschäftigten zur Kenntnis, bedauern jedoch die erheblichen Auswirkungen auf unsere Fahrgäste.

Nach aktuellem Stand werden im genannten Zeitraum in Dessau-Roßlau weder Busse noch Straßenbahnen verkehren. Dies betrifft sämtliche Linien im Stadtgebiet sowie den Schülerverkehr. Ein Notfall- oder Ersatzkonzept kann seitens der DVG nicht angeboten werden. Es wird keine Ersatzfahrten im Bus- oder Straßenbahnbereich geben.

Hintergrund des Warnstreiks sind stockende Tarifverhandlungen für den kommunalen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Als kommunales Verkehrsunternehmen ist die Dessauer Verkehrs GmbH Teil dieser Tarifrunde. Die Forderungen der Gewerkschaft betreffen insbesondere die Wochenarbeitszeit sowie Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr. Dazu zählt unter anderem die Forderung nach einer Absenkung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit um drei Stunden auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Diese Forderung ist aus Sicht des Arbeitgeberverbandes in der aktuellen Form nicht akzeptabel.

Aus Sicht der DVG gestalten sich die Tarifverhandlungen derzeit schwierig und sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Wir erwarten, dass die Gespräche mit ver.di zeitnah fortgesetzt werden und setzen auf konstruktive Verhandlungen, um zu einer tragfähigen Lösung für beide Seiten zu gelangen.

Uns ist bewusst, dass viele Menschen in Dessau-Roßlau, darunter Berufspendlerinnen und -pendler sowie Schülerinnen und Schüler, auf einen verlässlichen öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Wir empfehlen unseren Fahrgästen, sich rechtzeitig über alternative Beförderungsmöglichkeiten zu informieren und bitten um Verständnis für die streikbedingten Einschränkungen.