Erstellt von Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke |
Vorschaukarte Anschlussmöglichkeiten Wärme

Fernwärmenetz: Neuer Primärenergiefaktor

Zertifikat bestätigt hocheffiziente Erzeugung

Mit den modernisierten, hocheffizienten Erzeugungsanlagen am Standort Kraftwerk wird sich mit dem  Kohleausstieg im April 2019 für das Fernwärmenetz der Stadtwerke Dessau ein Primärenergiefaktor nach AGFW-FW 309-1:2014 von f= 0,49 einstellen (bisher 0,7).

Die Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) begrenzt den Jahresprimärenergiebedarf von Neubauten. Zur Erfüllung der Wärmeversorgungsaufgabe schreibt die EnEV bestimmte Primärenergiefaktoren (Grundlage der Festlegung ist die DIN V 4701-10) vor. Diese hängen u.a. vom Einsatzbrennstoff und der Erzeugung (z.B. Heizkessel oder Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung). Je niedriger ein Primärenergiefaktor der Wärmeversorgung (z.B. durch den Einsatz von Fernwärme mit sehr hohem KWK-Anteil) ist, umso geringer sind die Anforderungen an den Gebäudewärmeschutz und die damit verbundenen Investitionskosten.

Die Investitionsentscheidungen der Stadtwerke Dessau tragen somit erheblich zu einer Reduzierung der Wärmeschutzkosten für die mit Fernwärme versorgte Bestandsgebäude im Stadtgebiet von Dessau bei.

Das Gesetz zur Förderung Erneuerbare Energien im Wärmebereich (kurz: EEWärmeG) verpflichtet Bauherren von Neubauten zur anteiligen Deckung ihres Wärmeenergiebedarfes durch erneuerbare Energien zu decken. Als Ersatzmaßnahme gilt u.a. der Einsatz von Fernwärme, wenn sie zu wesentlichen Teilen aus Erneuerbaren, mindestens 50 % aus Abwärme oder 50 % aus KWK-Anlagen kommt. Auch hier können ab dem nächsten Jahr bedingt  durch die  Investitionsentscheidungen der Stadtwerke Dessau, Bauherren  für ihre  Wohnungsbauprojekte  in Dessau erhebliche Investitionskosten einsparen.

Die Stadtwerke Dessau suchen ständig nach Neu- und Bestandsobjekten für den Anschluss an die Fernwärmenetze in Dessau, um diese hocheffizienten Anlagen noch besser auslasten zu können.

Zertifikat

Zurück