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Fahrplanwechsel zum 01. Juli 2017

ein Verkehrstarif für ganz Dessau-Roßlau

Zum 1. Juli 2017 tritt in Dessau-Roßlau ein neuer Fahrplan in Kraft. Basis ist der aktuelle Nahverkehrsplan, der vom Stadtrat im April 2016 beschlossen wurde und bis 2026 gültig ist. Der Plan definiert die Bedingungen für den Öffentlichen Personennahverkehr und trägt somit den aktuellen Entwicklungen der Bevölkerungs- und Infrastruktur Rechnung. 

„Die Stadtwerke sind mit der Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) betraut, auch künftig das Bus- und Straßenbahnangebot im Stadtgebiet in hoher Qualität und kostengünstig zu gewährleisten. Mit dem Fahrplanwechsel zum 1. Juli 2017 stellen wir die Weichen in Richtung Zukunft“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Zänger.

„Von wesentlicher Bedeutung ist, dass mit dem Fahrplanwechsel die Taktangebote in den Hauptverkehrszeiten beim Bus- und Straßenbahnverkehr beibehalten werden konnte“, ergänzt DVG-Geschäftsführer Torsten Ceglarek. „Einzelne Änderungen in den Buslinienverbindungen führen dabei zu Verbesserungen im Angebot.“ 

Die bisherigen Linien 10, 11 und 12 werden in den Linien 11 und 12 gebündelt und erhalten neben der Haltestelle Tempelhofer Straße den neuen Endpunkt Ebertallee. Die ringhafte Erschließung der Ortsteile Ziebigk sowie Groß- und Kleinkühnau bleibt trotz des neuen Endpunkts erhalten. Die Linie 10, bisher Bestandteil des Ringverkehrs über Hauptbahnhof – Kleinkühnau – Großkühnau – Hauptbahnhof, wird zur Bauhauslinie. Damit ist die Route des bisher im Auftrag der Stiftung Bauhaus fahrenden Bauhaus-Busses ab 1. Juli Teil des regulären Fahrplans. 

Eine weitere Neuerung ist die Verknüpfung der bisherigen Linien 16 und 20 zur neuen Linie 16. Der Lückenschluss zwischen beiden Linien wurde möglich, weil künftig die neue Schwimmhalle in das Linienangebot eingebunden wird. Der Umstieg für Fahrgäste von und nach Kochstedt an der Haltestelle Wasserwerkstraße zur Straßenbahn kann nun nach Bedarf gewählt werden. Die Fahrt zum Zentrum ist ohne Umsteigen möglich. Neu ist auch die Linie 17, die aus der Linie 18 hervorgeht und über die bisherige Endhaltestelle Burgreinaer Straße in Richtung Ziebigk und Hauptbahnhof verlängert wird. Sie dient auch der Taktverdichtung der Linie 11 im Abschnitt Kühnau – Ziebigk – Hauptbahnhof. 

Für den Stadtteil Roßlau werden Linien zusammengeführt und damit das Verkehrsangebot gebündelt. Die bisherigen Linien 23, 24 und 25 entfallen, die Vororte nördlich der Elbe werden künftig durch die Linien 21 und 22 bedient. Durch eine gute Vernetzung mit der Linie 16 wird auch in Zukunft die optimale Anbindung an das Zentrum gewährleistet. Das bestehende Nachtliniennetz wird künftig durch die Linie N6 erweitert. Die N6 erschließt in den Abendstunden die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Roßlau/ Meinsdorf. 

„Wir sind davon überzeugt, dass die Fahrgäste vom unserem künftigen Angebot im Nahverkehr profitieren. Sie können sich dabei weiterhin auf Qualitätsmerkmale wie eine gute Anbindung und attraktive Taktung verlassen“, resümiert DVG-Geschäftsführer Torsten Ceglarek. „Darüber hinaus werden wir mit der Fahrer- und Fahrzeugbindung an die jeweiligen Linien einen weiteren Serviceaspekt umsetzen. So sind die Fahrerinnen und Fahrer feste Ansprechpartner für unsere Fahrgäste. Meinungen und Wünsche zum jeweiligen Linienverkehr erhält unser Fahrpersonal somit direkt und aus erster Hand.“ 

Mit Beginn der Baumaßnahme Kavalierstraße voraussichtlich ab Ende Juli 2017 verkehren die Busse über die Zerbster Straße, der Umstieg in die Straßenbahnen ist dann am Bahnhof möglich. Die Straßenbahnen verkehren über ein drittes Extragleis. Für den Ein- und Umbau der Weichen für die Einbindung des Extragleises wird es zu kurzzeitigen Schienenersatzverkehren zwischen Museum und Bahnhof kommen.

„Generell gehen wir davon aus, dass der Straßenbahnverkehr weitgehend von den Wendeschleifen Süd und Junkerspark zum Bahnhof erhalten werden kann und man ohne Stau das Zentrum erreichen kann“, erläutert Torsten Ceglarek. „Die Haltestelle Post wird weiter angedient, entweder direkt oder mit provisorischer Bauweise im Bereich der Post.“ 

Ab 1. Juli 2017 wird es statt der bisherigen drei Tarifzonen nur noch eine Zone für ganz Dessau-Roßlau geben. „Damit wird es künftig für alle Bürger einfacher, im gesamten Stadtgebiet von A nach B zu kommen. Die Aufteilung in Rand-, Kern- und  Kombizone entfällt, demzufolge gibt es auch nur noch ein Ticket für das Bediengebiet der DVG“, so der DVG-Geschäftsführer. „Dies vereinfacht  die bisherige Struktur, welche ihren Ursprung in den unterschiedlich gewachsenen Tarifsystemen in Dessau und in Roßlau hatte.“ Die verschiedenen Angebote, vom Einzelfahrschein über die Zeitkarten bis hin zum attraktiven Umweltabo, sind weiterhin erhältlich. 

Mit der Tarifvereinfachung werden auch die bestehenden Tarife angepasst. Der Einzelfahrschein im neuen Tarif „Stadtgebiet“ kostet im Vergleich zum bisherigen Tarif „Kernzone“ statt bisher 1,60 Euro künftig 1,70 Euro. Für Vielfahrer empfiehlt sich das preislich attraktive Umweltabo für zwölf Monatsraten zu je 25 Euro. Im Vergleich zum bisherigen Kombizonenticket für das gesamte Stadtgebiet sinkt der Preis damit im Jahr um 72,00 Euro. 

„Insgesamt fällt die Preiskorrektur moderat aus. Die letzte Preisanpassung gab es 2013, zwischenzeitlich sind unsere Betriebskosten jedoch weiter gestiegen. Mit dem neuen Fahrplan halten wir ein unverändert attraktives Verkehrsangebot vor, weshalb wir den Anstieg um wenige Cent für fair und vertretbar halten“, so Thomas Zänger. „Auch nach der Preisanpassung liegen die Kosten der verschiedenen Fahrscheine für die öffentlichen Verkehrsmittel in Dessau-Roßlau weit unter dem Bundesdurchschnitt.“ 

Detaillierte Informationen zu allen Neuerungen, Angeboten und Preisen vermittelt die Sonderausgabe des Stadtwerke-Kundenjournals, das am 21. Juni 2017 kostenlos an alle Dessau-Roßlauer Haushalte verteilt wurde.Das neue Fahrplanheft gibt es voraussichtlich ab 23.06.2017 an der Mobilitätszentrale und ab 26.06.2017 an allen Vorverkaufsstellen. Für Informationen steht ebenfalls die kostenfreie Telefonnummer 0800 – 899 25 00 zur Verfügung.

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