Einspeisung Strom

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Kraft-Wärmekopplungsgesetz (KWKModG) bilden die derzeit gültigen gesetzlichen Grundlagen für die Vergütung von eingespeister Energie.

Vergütungsanspruch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Ziel des Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern, um ihren Anteil bis 2020 auf mindestens 30 Prozent und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen.

Vergütung von Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Bei Anlagen, die dem EEG unterliegen, erfolgt die Vergütung in Abhängigkeit von Primärenergieträger, Leistung der Anlage und dem Jahr der Inbetriebnahme.

Das EEG unterscheidet zwischen folgenden Energieträgern:

  • Wasserkraft
  • Deponie-, Klär- und Grubengas
  • Biomasse
  • Geothermie
  • Windenergie
  • Solare Strahlungsenergie (Photovoltaik-Anlagen)

Vergütungsanspruch nach dem Kraft-Wärmekopplungsgesetz (KWKModG)

Ziel des Gesetzes ist es, einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung in der Bundesrepublik Deutschland auf 25 Prozent im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesrepublik zu leisten. Durch den befristeten Schutz, die Förderung der Modernisierung und des Neubaus von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen), sowie die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärmenetzen, in die überwiegend Wärme aus KWK-Anlagen eingespeist wird, soll dieses Ziel erreicht werden.

Vergütung von Anlagen nach dem Kraft-Wärmekopplungsgesetz (KWKModG)

Die Vergütung für den in das Netz der Dessauer Stromversorgung GmbH eingespeisten KWK-Strom bedarf in der Regel einer Einzelprüfung. Sollte es sich bei der betriebenen Anlage um eine KWK-Anlage mit Überschussstromeinspeisung in das Niederspannungsnetz handeln, vergütet die Dessauer Stromversorgung GmbH den eingespeisten KWK-Strom mit dem ''üblichen Preis''. Auf Basis des Energiewirtschaftsgesetz vom 7. Juli 2005 und der Stromnetzentgeltversordnung vom 25. Juli 2005 kommen ein Entgelt für die vermiedene Netznutzung und der gesetzliche KWK-Zuschlag hinzu.

Die Eingruppierung der KWK-Anlage in eine Anlagenkategorie, bei der Art, Alter sowie Modernisierungsgrad berücksichtigt werden, bestimmt die Höhe des KWK-Zuschlags und die Dauer der Zahlung. Einen entsprechenden Nachweis in Form von Herstellerangaben bei kleinen KWK-Anlagen oder einem Sachverständigengutachten bei großen KWK-Anlagen über die Eingruppierung und über den KWK-Anteil des eingespeisten Stroms hat der KWK-Anlagenbetreiber der Dessauer Stromversorgung GmbH gemäß §§ 6 und 8 KWK-G zu erbringen.

Vertraglich vereinbart ist ausschließlich ein KWK-Zuschlag in der im KWK-G in der jeweils gültigen Fassung festgelegten Höhe.