Der Stadtwerke Dessau Abschlags – Check

Die rollierende Abrechnung der Stadtwerke Dessau

Wir liefern unseren Kunden rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr Telekommunikation, Wasser und Energie. Den Verbrauch der Energie messen wir über geeichte Zähler in der Nähe der Verbrauchsstelle. Für unsere Leistung erhalten unsere Kunden einmal im Jahr eine Jahresrechnung. Da wir vom ersten Tag des Vertragsschlusses an, Leistungen erbringen und damit unsere Kunden besser kalkulieren können, erheben wir monatliche Abschläge. Diese werden mit der Jahresrechnung verrechnet. Ist der tatsächliche Gesamtverbrauch an Energie höher als die monatlichen Abschläge, muss der Kunde den Differenzbetrag nachzahlen. War der tatsächliche Energieverbrauch niedriger als die bezahlten Abschläge, erhält der Kunde den Differenzbetrag als Gutschrift zurück.

Da wir das gesamte Jahr über abrechnen, erhalten nicht alle Kunden zeitgleich am Jahresende ihre Rechnung, sondern zyklisch auf das ganze Jahr verteilt. So erhalten einige Kunden ihre Rechnung im Januar, einige im Februar, einige im März und so weiter. Der genaue Verbrauch für die Jahresrechnung wird über den Zählerstand ermittelt.

Liegt der Jahresrechnung kein volles Verbrauchsjahr zugrunde (z.B. aufgrund von Umzug/ Einzug oder Versorgerwechsel), wird der Verbrauch zeitanteilig berechnet. Da die Verbräuche jedoch monatlich schwanken und z.B. in den Wintermonaten höher sind als in den Sommermonaten, kann es – je nach Höhe des Abschlages –zu erheblicheren Nachzahlungen oder Erstattungen kommen. Hier hängt es davon ab, welche Monate des Jahres der Verbrauchberechnung zugrunde liegen und ob die Abschläge hoch genug waren, die tatsächlich verbrauchte Menge an Energie auszugleichen.

Beispiel:

Stromverbrauch Familie Müller

Familie Müller bezieht im November ihre neue Wohnung. Aufgrund der rollierenden Abrechnung der Stadtwerke, erhält sie ihre erste Jahresrechnung im darauffolgenden April. Die Abrechnungsmonate umfassen demnach den Zeitraum November – März bzw. April. Da in diesen Monaten der Verbrauch höher ist als in den Sommermonaten, ist die Jahresrechnung aufgrund der fehlenden Abschläge aus den Sommermonaten entsprechend höher, so dass Familie Müller aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer Nachzahlung zu rechnen hat. Je höher der Abschlag gewählt wurde, desto geringer fällt die Nachzahlung aus. Zusätzlich müsste Familie Müller aufgrund des Auszugs aus ihrer alten Wohnung eine Abschlussrechnung von ihrem alten Versorger erhalten. Da diese hauptsächlich die Frühjahres- und Sommermonate umfasst, wird diese voraussichtlich eine Gutschrift enthalten, welche die Nachzahlung aus der neuen Jahresrechnung ausgleicht.

Bleibt Familie Müller in der Wohnung, erhält sie ein Jahr später wieder eine Jahresrechnung. Da dieser Abrechnung ein volles Verbrauchsjahr – mit entsprechend 11 bzw. 12 Abschlagszahlungen – zugrunde liegt, fällt diese Jahresrechnung folglich geringer aus.

Bildlich lässt sich der Jahresverbrauch am besten mit dem „Badewannenprinzip“ darstellen:

Stromverbrauch Badewannenprinzip

Um bei einem Einzug oder Energieversorgerwechsel im Winter hohe Nachzahlungen zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, die Abschläge vorerst etwas höher anzusetzen und sie dann nach der ersten Jahresrechnung gegebenenfalls wieder zu reduzieren. Generell hängen Gutschrift und Nachzahlung immer von der Höhe der gezahlten Abschläge ab.

Gerne beraten wir Sie dazu auch persönlich am Telefon oder in unseren Kundenzentren. Wir freuen uns auf Sie! 

Abschlagszahlung im Video einfach erklärt

Sie haben noch Fragen? Schauen Sie sich doch unseren Erklärfilm an. Hier finden Sie alles zur Abschlagszahlung einfach und übersichtlich erklärt.