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Stadtwerke halten Strompreis stabil - Marktentwicklungen lassen den Gas- und Fernwärmepreis steigen

Zum 1. Januar 2022 halten die Stadtwerke den Strompreis stabil. „Dank unserer Beschaffungsstrategie konnten wir die Auswirkungen der hohen Großhandelspreise auf unsere Stromtarife dämpfen“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Dino Höll. „Wenngleich auch die gesunkene EEG-Umlage entlastend wirkt und wir Preiserhöhungen beim Strom vermeiden können, bleibt die staatliche Steuer- und Abgabenbelastung aber nach wie vor viel zu hoch“, so der Geschäftsführer. „Dies belastet die Bürger und hemmt umweltfreundliche strombasierte Anwendungen wie die Elektromobilität.“

Auch die Preise im Gas-Großhandel sind in den vergangenen Monaten massiv gestiegen und haben ein Allzeithoch erreicht. Konkret haben sich die Preise am Spotmarkt, an dem Energieversorger kurzfristig einkaufen, seit Jahresbeginn verdreifacht und am Terminmarkt, an dem Energieversorger langfristig beschaffen, mehr als verdoppelt. Die Ursache für diese Entwicklung ist ein Zusammentreffen mehrerer preistreibender Faktoren: Der ungewöhnlich lange Winter 2020/2021 und die weltweit gestiegene Nachfrage nach Erdgas im Zuge der konjunkturellen Erholung nach der Corona-Pandemie spielen hier eine wesentliche Rolle. Zudem hat im asiatischen Raum ein überdurchschnittlich warmer Sommer den Flüssiggasverbrauch (LNG) ansteigen lassen, da mehr Strom für Klimaanlagen benötigt wurde. Dadurch ist der LNG-Preis sehr stark angestiegen und wirkte damit auch als Preistreiber für die europäischen Gaspreise.

Die stark gestiegenen Großhandelspreise führten ebenso zu Insolvenzen von überregionalen Energielieferanten. Vom plötzlichen Wegfall ihres Lieferanten waren auch eine Reihe regionaler Institutionen und Unternehmen betroffen. „Die Stadtwerke sichern hier ersatzweise die Versorgung und übernehmen damit eine wichtige Stabilisierungsfunktion für das gesamte Energiemarksystem“, so Geschäftsführer Dino Höll. Neben den Großhandelspreisen wirkt sich auch der von der Bundesregierung eingeführte, jährlich steigende nationale CO2-Preis, der im Brennstoffemissionshandelsgesetz verankert ist, auf die Endkundenpreise für Heizenergie aus. „Für das Lieferjahr 2021 konnten wir die Kosten für das Brennstoffemissionshandelsgesetz noch durch unsere Beschaffungsstrategie ausgleichen“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Zänger. „Für das Lieferjahr 2022 sind die spezifischen Beschaffungskosten im Vergleich zum Vorjahr jedoch um mehr als 90 Prozent gestiegen. Dieser immense Preisaufwuchs lässt sich nicht mehr vollständig kompensieren und verteuert auch die Fernwärmeerzeugung, für die Erd-gas eingesetzt wird.“

Infolge dieser Entwicklung kommt es auch bei den Stadtwerken Dessau zu Anpassungen der Erdgas- und Fernwärmepreise zum 1. Januar 2022. Beim Erdgas liegen die Anpassungen tarif-abhängig bei rund 18 bis 23 Prozent. So ergeben sich beispielsweise im Tarif DessauErdgas-Kombi bei einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh monatliche Mehrkosten von rund 21 Euro. Nachdem die Fernwärmepreise in den vergangenen sieben Jahren bis 2021 stetig gesunken sind, erreichen diese 2022 wieder das Niveau des Jahres 2014 und holen den Preisrückgang der vergangenen Jahre mit rund 30 Prozent zum Vorjahr wieder auf. Beispielsweise entspricht dies bei einem Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 12.000 kWh Mehrkosten von rund 25 Euro pro Monat.

Informationen zu Preisentwicklung, Produktpalette und Tarifcheck vermittelt auch gern der Stadtwerke-Kundenservice. Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation bitten wir unsere Kunden, hierbei vor allem die Kontaktmöglichkeiten über die kostenfreie Servicenummer 0800 899 1500, per Mail unter kundenservice@dvv-dessau.de oder www.dvv-dessau.de zu nutzen. Online lassen sich auch der Treuebonus anmelden oder Hinweise zum effizienten Einsatz von Heizenergie abrufen.